Oberhof

Entsorgungshinweise

Hausmüllabfuhr

Die Entsorgung von Restmüll (Hausmüll) erfolgt mittels der sich im Eigentum des Landkreises Schmalkalden Meiningen befindlichen Restmüllbehälter. Alle Behälter sind mit einem elektronischen Chip versehen und standortbezogen registriert. 

Behältergröße und Abfuhrrhythmus bilden abgeleitet von der Personenzahl die Grundlage für die Abfallgebührenrechnung. Hierbei hat der Landkreis dafür zu sorgen, dass für jede auf einem Grundstück lebende Person mindestens ein Behältervolumen von 520 Liter/Einwohner und Jahr vorzuhalten ist. Seit dem 01.01.2010 werden die Entleerungen des Restmüllbehälters elektronisch erfasst. Für jede auf dem Grundstück lebende Person wird ein Mindestentleerungsvolumen von 400 Litern pro Jahr berechnet. Sofern auf dem grundstück organischer Abfall aus dem Hausmüll kompostiert wird, kann das Mindestentleerungsvolumen von 400 Liter auf 240 Liter pro Person und Jahr reduziert werden. Unter Beachtung dieser Mindestentleerungen kann jeder Bürger selbst entscheiden, zu welchen Terminen der Abfallbehälter zur Entsorgung bereitgestellt wird. Die Abfallentsorgung findet regelmäßig alle 2 Wochen statt. Die Abfallbehälter haben am Abfuhrtag bis 06.00 Uhr mit geschlossenem Deckel bereitzustehen.

Wichtiger Hinweis:

Änderungen (z.B. in der Personenanzahl, Eigentumsänderung usw.) sind unverzüglich und unaufgefordert durch den Anschlusspflichtigen schriftlich und unter Vorlage entsprechender Nachweise mitzuteilen. Auch bei Beantragung der Eigenkompostierung / Sperrmüll sind die auf dem Grundstück lebenden Personen anzugeben.

Die An-, Um- oder Abmeldung eines Abfallbehälters erfolgt mittels Antrag bei der Kreiswerke Schmalkalden-Meiningen GmbH, Obertshäuser Platz 1 in 98617 Meiningen. 

Gelber Wertstoffsack

Verpackungen sind getrennt in die jeweiligen Wertstoffbehälter bzw. den gelben Sack zu geben. Dabei sei darauf hingewiesen, dass in den gelben Sack / die gelbe Wertstofftonne nur Verpackungen gehören, die z.B. mit dem Grünen Punkt , DSI-Logo usw. gekennzeichnet sind. 

Rote/Graue Windelsäcke

Windelsäcke können zusätzlich zu den Restmüllbehältern für die Entsorgung von Windeln aus Familien mit im Haushalt lebenden Kleinstkindern (bis 2 Jahre) und/oder pflegebedürftigen Personen genutzt werden.

Um die Windelsäcke zu erhalten ist ein schriftlicher Antrag (an: Kreiswerke schmalkalden-Meiningen GmbH, Obertshäuser Platz 1, 98917 Meiningen) einschließlich geeigneter Nachweise erforderlich.

Familien mit Kleinstkindern erhalten eine Berechtigung für den Erwerb von einmalig 10 Windelsäcken. Familien mit pflegebedürftigen Personen erhalten eine Berechtigung für den Erweb von 12 Windelsäcken pro Jahr. Die Gebühr für einen Windelsack beträg 1,70 Euro. Ausgabestelle für Oberhof: Stadtverwaltung Oberhof, Zellaer Str. 10.

Sperrmüll, Schrott und Elektronikschrott

Sperrmüll, Schrott und Elektronikschrott werden zweimal im Jahr von angeschlossenen bewohnten und gewerblich genutzten Grundstücken durch den Landkreis auf Antrag (mittels Anmeldekarte auf der letzten Seite im Entsorgungskalender) des Grundstückeigentümers und nach schriftlicher Terminbestätigung vor den jeweiligen Grundstücken abgeholt. 

Gegenstände im Sperrmüll dürfen ein Höchstgewicht von 50 kg und eine Höchstabmessung  von 2 m x 1 m x 1 m nicht überschreiten. Das Gesamtvolumen wird beim Sperrmüll im Zerlegten Zustand auf eine Menge von 3 m³ pro Abfuhr beschränkt. Eine Anmeldung von je 3m³ ist 2x pro Jahr möglich oder 6m³ 1x pro Jahr. Darüber hinaus gehende Mengen sind kostenpflichtig. Beim Schrott ist eine Längenbegrenzung von 3 m pro Gegenstand festgeschrieben. Jeder Haushalt ist angehalten, seinen Sperrmüll, Schrott und Elektronikschrott am Vorabend der Sammlung gesondert am Grundstück zur Abholung bereitzustellen.

Anmeldevoraussetzungen:

  • Das Grundstück ist mit aktuell gültiger Personenanzahl an die öffentliche Abfallentsorgung angeschlossen
  • Antragsteller ist der Firmeninhaber bzw. Bevollmächtigte, Grundstückseigentümer bzw. Hausverwaltung, nicht der Mieter.

Bitte beachten:

  • Die zu entsorgenden Mengen gewissenhaft einschätzen.
  • Die Sperrmüllentsorgung rechtzeitig planen (mindestens 4 Wochen vorher) und bei den Kreiswerken Schmalkalden-Meiningen GmbH schriftlich anmelden.
  • Es erfolgt KEINE Eingangsbestätigung. Der genaue Abfuhrtermin wird frühestens eine Woche vor der Abfuhr schriftlich mitgeteilt.
  • Den  Sperrmüll erst am Abend vor dem genannten Termin bereitstellen.
  • Ein Grundstück kann max. zweimal pro Jar angemeldet werden.

1. Sperrmüll

Sperrmüll ist Abfall, der nicht mit Baukörpern fest verbunden war und auch nach zumutbarer Zerkleinerung nicht in den zugelassenen Abfallbehälter passt. 

Zum Sperrmüll gehören: 

  • Möbel, Möbelteile 
  • Matratzen, Teppiche 
  • Kunststoff-Kisten, Körbe, Eimer 
  • Spielzeug (nicht elektronisch) 
  • Betten, Kissen 

Nicht zum Sperrmüll gehören: 

  • Autoteile, Reifen, Schrott, Maschinen, Glasflaschen und andere Druckbehälter, Batterien
  • Hausmüll, Müllsäcke, Gartenabfälle, kompostierbare Abfälle
  • Baureste wie Teer- oder Dachpappe, Kaltanstrich, Asbestzementabfälle
  • Schadstoffe
  • Gegenstände, die mit dem Haus fest verbunden waren
  • Holzabfälle (Balken, Bretter, Gartenzäune u.ä.)
  • Fenster und Türen
  • Tapetenreste
  • Sanitärkeramik (WC- und Duchbecken, Einbauwannen usw.)
  • Kühlgeräte

2. Schrott

Zum Schrott gehören:

  • Gegenstände und Teile aus Metall (Eisen, Aluminium, Kupfer, Messing, Zink usw.)
  • Fahrräder (ohne Bereifung), Rasenmäher (ohne Treib- und Schmiermittel)
  • Töpfe, Pfannen, Kessel, Wannen, Fässer (offen und sauber)
  • Heizungsteile, Dachrinnen, Rohre, Profile, Bleche, Gitterroste, u.ä.
  • Stubenöfen ohne Kacheln und Schamotte

Nicht zum Schrott gehören: 

  • Autoteile, Fahrzeugbereifung
  • Kühlgeräte, Batterien, Monozellen
  • Sperrmüll, Hausmüll, Bauschutt
  • Öl- und Farbbehälter, Kanister, geschlossene Fässer
  • Ölhaltiger Schrott ´

3. Elektronikschrott

Seit inkrafttreten des Elektro- und Elektronikgesetzes dürfen gebrauchte oder defekte Elektrogeräte nicht mehr zusammen mit dem Restmüll entsorgt werden, sondern müssen getrennt erfasst werden. Die Abholung findet im gesamten Landkreis auf Abruf statt, d.h.h die Entsorgung muss mittels Karte angemeldet werden. Weiterhin besteht die Möglichkeit der kostenfreien Abgabe an Wertstoffhöfen, sofern es sich um haushaltsübliche Elektrogeräte in hausaltsüblichen Mengen handelt.

Zum Elektronikschrott gehören:  

  • Haushaltsgroßgeräte, wie Elektroherde, Waschmaschinen, Geschirrspüler etc.
  • Altkühlgeräte, wie Kühlschränke, Gefriergeräte, Klimaanlagen
  • Informations- und Telekommunikationsgeräte, Geräte der Unterhaltungselektronik, wie Fernseh- und Radiogeräte, Telefon-, Telefaxgeräte, PC's, Drucker, Monitore
  • Haushaltskleingeräte, Beleuchtungskörper, elektr. Werkzeuge, Spielzeuge, Sport- und Freizeitgeräte, Überwachungs- und Kontrollinstrumente, wie Staubsauger, Bügeleisen, Rasierer, Bohrmaschienen, Brandmelder usw.

Nicht zum Elektronikschrott gehören:  

  • Gasentladungslampen, wie Leuchtstofflampen, Energiesparlampen, LED-Lampen. Alle Gasentladungslampen dürfen lediglich über das Schadstoffmobil, den Wertstoffhof oder in den vorhandenen Sammelstellen entsorgt werden.

Schadstoffkleinmengen

Die mobile Schadstoff-Kleinmengen-Sammlung dient der Entsorgung von Schadstoffen aus privaten Haushalten und Gewerbebetrieben und wird zweimal pro Jahr entsprechend den im Entsorgungskalender des Landkreises genannten Terminen durchgeführt. Die Anlieferung der Schadstoffe hat in verschlossenen und gekennzeichneten Behältern zu erfolgen. Die maximale Abgabemenge pro Haushalt beträgt 50 kg, die maximale Behältergröße 30 l.  

Zu den Schadstoffkleinmengen gehören z.B.: 

  • Altfarben, Altlacke wie Farben, Lacke, Klebstoffe oder Harze (nicht ausgehärtet)
  • Lösungsmittel, -gemische wie Verdünnung, Pinselreiniger, Petroleum, Kaltreiniger, Bremsflüssigkeit, Frostschutzmittel oder halogenhaltige Lösungen
  • flüssige und feste Pflanzenschutz-, Dünge- und Schädlingsbekämpfungs- und Holzschutzmittel
  • Säuren und Laugen und deren Gemische 
  • organische und anorganische Chemikalien 
  • Reiniger/Pflegemittel wie Toiletten-, Haushalts-, Rohrreiniger, Fleckenentferner, Autowachs, Bohnerwachs und Schuhcreme
  • Spraydosen mit Restinhalten
  • ölverunreinigte Betriebsmittel wie Putzlappen, Kehrspäne, Fettkartuschen
  • Leuchtstoffröhren 
  • Gerätebatterien (Trockenbatterien)
  • teerhaltiger Kaltanstrich/Heißkleber 

Von der Schadstoffsammlung ausgeschlosse Abfälle sind u.a.: 

  • schadstofffreie Latex, Wand- und Dispersionsfarben sowie Wandputz (ausgehärtet in den Restmüll geben)
  • Frittierfett
  • Altkühlgeräte
  • Fahrzeugbereifung
  • Munition, Sprengmittel 
  • radioaktive Abfälle 
  • leere Spraydosen mit grünem Punkt (in den Gelnen Wetstoffsack geben)
  • Feuerlöscher
  • Gasflaschen

Für die Entsorgung von Altöl gelten sehr strenge Vorschriften. Sie sollten den Ölwechsel an Ihrem Fahrzeug an einer Tankstelle oder in einer Fachwerkstatt vornehmen lassen. Dabei werden Altöl und Ölfilter ordnungsgemäß entsorgt. 

Im übrigen ist der Händler, der Öl verkauft, gesetzlich verpflichtet, die gleiche Menge an Altöl und die gebrauchten Behälter kostenlos zurückzunehmen.  

Bio-/Pflanzenabfälle

Pflanzliche Abfälle gehören nicht in den Hausmüll und sollten nach Möglichkeit  eigenständig kompostiert werden. Ist eine Eigenkompostierung nicht durchführbar, sollten Sie diese Wertstoffe einer geregelten Verwertung bzw. einer genehmigten Kompostieranlage zuführen. 

Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen übernimmt die gebührenfreie Entgegennahme von 100 kg Pflanzenabfällen pro Jahr und Person, wenn das Grundstück an die öffentliche Abfallentsorgung angeschlossen ist und der Haushaltsgebühr unterliegt. 

Anfallende Pflanzenabfälle werden im Bauhof der Stadt Oberhof (Kehltal) angenommen. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie im Ordnungsamt der Stadtverwaltung unter Tel.: 036842/28015. 

Zu den Pflanzenabfälle gehören z.B.: 

  • Obstgehölz- und Heckenschnitt,
  • völlig abgeleerte Weihnachtsbäume,
  • Laub, Blattabfälle, Grasschnitt (in getrocknetem Zustand)

Nicht als Pflanzenabfälle anzusehen sind: 

  • Nahrungsmittelreste, Küchenabfälle,
  • Baumstümpfe, Schnittholz, 
  • Balken, Bretter, 
  • Fenster, Türen 

Eigenkompostierung

Sofern auf Ihrem Grundstück ganzjährig eine fachgerechte Eigenkompostierung von organischen Abfällen des Hausmülls und eine Verwertung des Materials durchgeführt wird, kann das Mindestentleerungsvolumen der Restmülltonne von 400 Liter auf 240 Liter pro Person und Jahr reduziert werden, sofern der Grundstückseigentümer schriftlich einen Antrag gestellt hat.

Ein Neuantrag zwecks Eigenkompostierung ist bis zum 30.11. des Vorjahres für die darauf folgenden Kalenderjahre mittels Karte zu stellen.